Jedes fünfte Schulkind erlebt Cybermobbing. Was wir als Erwachsene jetzt tun können.

Von Rochus-Marian Eder | Surgite!Coaching | Mai 2026

Lesezeit: ca. 7 Minuten


„Neue Zahlen aus der Studie Cyberlife VI, und warum Selbstwirksamkeit schützt.“

Heute geht es um ein Thema, das mich nicht loslässt, weil es so nah an unseren Familien, Schulen und Teams liegt. Im Oktober hat das Bündnis gegen Cybermobbing die Studie Cyberlife VI vorgestellt. Die Kernaussage: 20,7 % der 7- bis 20-Jährigen haben nach eigenen Angaben schon einmal digitales Mobbing erlebt. 2024 waren es 18,5 %, 2017 noch 12,7 %. Hochgerechnet sind das fast 2,4 Millionen Schülerinnen und Schüler in Deutschland.

Die Täter sind keine Fremden. Rund 90 % kommen aus dem Bekanntenkreis, also meist aus dem Schulumfeld. Für Betroffene gibt es deshalb keinen Feierabend: Der Angriff folgt ihnen vom Klassenzimmer aufs Smartphone und bis ins Kinderzimmer.

Die Folgen sind ernst. 17 % der Betroffenen griffen zu Alkohol, Tabletten oder Drogen (2024: 13 %). Jeder Vierte hatte Suizidgedanken. Diese Zahl möchte ich nicht schönreden, aber einordnen: Sie zeigt, wie schwer dauerhafte Ablehnung auf einem jungen Menschen lastet.

Was dabei im Gehirn passiert. Dauerhafte Ausgrenzung ist für das Gehirn Dauerstress. Dieser belastet auch jene Bereiche, die für Selbststeuerung und Selbstvertrauen zuständig sind. Wenn sich ein Kind danach zurückzieht, gereizt wirkt oder schlechter schläft, ist das keine Schwäche.

„Das Gehirn Ihres Kindes versucht, es zu schützen.“

Das Bündnis nennt als typische Anzeichen Kopf- und Bauchschmerzen, Schlafstörungen, Rückzug und nachlassende Schulleistungen. Wenn Ihnen so etwas auffällt, hilft oft ein ruhiges Gespräch ohne Druck mehr als jede Lösung. Sie müssen nicht sofort wissen, was zu tun ist. Zuhören, ernst nehmen und Verbündete suchen, etwa Klassenlehrkraft und Schulsozialarbeit, ist ein guter erster Schritt.

Und dann kommt die Selbstwirksamkeit ins Spiel. Das Gehirn bleibt veränderbar. Wer wieder erlebt „Ich kann etwas bewirken“, baut Stück für Stück Stabilität auf. Genau dort setzt unser Programm „Selbstwirksamkeit stärken – Ihr Weg aus der Mobbingfalle“ an. Wenn Sie erst einmal hineinhören möchten: In unserem Podcast „Warum Mobbing das Gehirn verändert“ (gut 9 Minuten, mit KI-Stimmen erstellt und entsprechend gekennzeichnet) erkläre ich die Zusammenhänge verständlich.

👉 Link zum Podcast

Und wenn Sie jemanden begleiten, der betroffen ist: Wir können in einem kostenlosen, unverbindlichen Erstgespräch schauen, was der nächste kleine Schritt sein kann.

Wenn es akut ist: Das Kinder- und Jugendtelefon (Nummer gegen Kummer) ist kostenlos unter 116 111 erreichbar, die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800 111 0 111.

Carpe diem,
Ihr Rochus-Marian Eder
Verständnisbrückenbauer & Autor des Surgite!-Malbuchs

Hier geht es zum Artikel der Studie


Der Weg aus der Mobbingfalle — das NEMO-Modell.

In meiner Arbeit als neurowissenschaftlicher Coach begleite ich Menschen, die noch heute unter den Folgen von Mobbing leiden — oft Jahre oder Jahrzehnte nach den eigentlichen Erlebnissen.

Mein Ansatz basiert auf dem NEMO-Modell:

N — Nervensystem: Zuerst schauen wir, in welchem Zustand das Nervensystem ist. Ist es in Alarm? In Starre? In Erschöpfung? Dieser Schritt wird in vielen Coaching-Ansätzen übersprungen — und genau das ist der Unterschied.

E — Emotionen: Welche Emotionen sind noch gespeichert? Scham, Wut, Trauer, Hilflosigkeit — all das darf Raum bekommen. Nicht um darin zu versinken, sondern um es zu verarbeiten.

M — Mikroschritte: Veränderung entsteht nicht durch große Sprünge, sondern durch kleine, neurobiologisch verankerte Schritte. Jeder Mikroschritt sendet dem Nervensystem das Signal: Ich kann. Ich schaffe das.

O — Orientierung: Was will ich? Wohin gehe ich? Wenn das Nervensystem reguliert ist und die Emotionen Raum hatten, entsteht natürliche Klarheit über den eigenen Weg.


Für wen ist dieses Programm?

Mein Online-Coaching-Programm „Selbstwirksamkeit — Der Weg aus der Mobbingfalle“ richtet sich an Erwachsene, die:

– als Kind oder Jugendliche gemobbt wurden und noch heute spüren, dass etwas nicht stimmt

– sich in sozialen Situationen unsicher fühlen, ohne den Grund dafür zu verstehen

– unter chronischem Stress, Selbstzweifeln oder dem Gefühl leiden, nicht gut genug zu sein

– endlich verstehen möchten, was in ihrem Gehirn passiert ist — und wie sie dauerhaft herauskommen

Das Programm umfasst 5 Module mit 18 Lerneinheiten, die sequenziell aufeinander aufbauen. Es ist vollständig online verfügbar und kann im eigenen Tempo absolviert werden.

Mehr Informationen und Anmeldung:


Ein letzter Gedanke.

Wenn Sie diesen Artikel lesen und denken: „Das klingt wie meine Geschichte“ — dann möchte ich Ihnen eines sagen:

Was Ihnen damals passiert ist, war nicht Ihre Schuld. Und die Muster, die Sie heute noch spüren, sind kein Zeichen von Schwäche.

Sie sind das Ergebnis eines Nervensystems, das damals sein Bestes getan hat, um Sie zu schützen.

Jetzt ist es Zeit, diesem Nervensystem zu zeigen, dass es vorbei ist. Dass Sie sicher sind. Dass Sie stark sind — nicht weil Sie es erzwingen, sondern weil Sie es von innen heraus werden.

Sicherheit ist die Grundlage jeder Veränderung.

Über den Autor

Rochus-Marian Eder ist neurowissenschaftlicher Coach, Wirtschaftsmediator und Gründer der Surgite!Coaching Akademie in Weilheim. Sein Ansatz verbindet aktuelle Erkenntnisse der Neurobiologie mit praktischen Coaching-Werkzeugen — verständlich, alltagsnah und wirksam.

Web: www.surgite-coaching.de   |   Programm: www.surgite-coaching.de/selbstwirksamkeit-starken-ihr-weg-aus-der-mobbingfalle

Carpe diem — Surgite!  |  Rochus-Marian Eder  |  Surgite!Coaching Akademie, Weilheim



Rochus-Marian Eder
Verständnisbrückenbauer stressmanagement

Neues aus der Surgite!Coaching Akademie SCA

Surgite! Comic Malbuch – Dein Gehirn hat Superkräfte

Und weil gute Führung auch immer bei der eigenen Entwicklung beginnt, bietet die Surgite Coaching Akademie jetzt ein einzigartiges Angebot für junge Menschen und Lernbegeisterte:

Das Surgite! Comic Malbuch macht Neurowissenschaft spielerisch erlebbar.
Mit Captain Cortex und Frau Amygdala lernen Jugendliche, wie das Gehirn Stress verarbeitet, wie Motivation entsteht und wie Selbstführung gelingt.

Ideal für Jugendliche ab 12 Jahren, für Eltern, Lehrkräfte und Coaches.

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Mit Figuren wie Captain Cortex und Frau Amygdala erleben Jugendliche, wie Denken, Lernen und Emotion im Gehirn zusammenhängen – und wie man auch mit Stress konstruktiv umgehen kann.

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Veröffentlicht von

Surgite

Datenschutz und impressum: http://surgite-coaching.de/impressum

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