Als Mitglied der Akademie für neurowissenschaftliches Bildungsmanagement erfahre ich regelmäßig Neues aus dem Bereich der Gehirnforschung.
Diese Neuigkeiten möchte ich gerne mit Ihnen teilen.
Denn Bildung geht uns alle an. Vor allem wenn es um unser Gehirn geht.
Wer sein Gehirn versteht und richtig anspricht, lernt deutlich effizienter und nachhaltiger = Gehirngerechtes Lernen
Gehirn-gerecht sind also Lern- und Lehr-Methoden, welche der natürlichen Arbeitsweise des Gehirns entsprechen.
Viele Resultate der Gehirnforschung fließen in meine Arbeit als Verständnisbrückenbauer bei Konflikten am Arbeitsplatz mit ein. Das erleichtert die Konfliktlösung.
Durchsichtige Fischlarven lassen erkennen, wie sich eine Entscheidung ihren Weg durchs Gehirn bahnt
Kaum bemerkt, treffen wir unzählige Entscheidungen: Links oder rechts rum im Bus? Warten oder Beschleunigen? Hinschauen oder ignorieren? Im Vorfeld dieser Entscheidungen bewertet das Gehirn Sinneseindrücke und löst erst dann ein Verhalten aus. Erstmals konnten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie nun solch einen Entscheidungsprozess durch ein ganzes Wirbeltiergehirn verfolgen. Ihre neue Herangehensweise zeigt, wie und wo die Bewegung der Umwelt im Zebrafischgehirn in eine Entscheidung umgewandelt wird, die den Fisch dann in eine Richtung schwimmen lässt.
Was bedeutet dies in der Praxis der Mediation?

„Im Vorfeld von Entscheidungen bewertet das Gehirn Sinneseindrücke und löst erst dann ein Verhalten aus.“
Wenn wir nun von einer Kollegin oder einem Kollegen im Büro, mit der oder dem wir intensiv zusammenarbeit müssen, einen negativen Eindruck im Gedächtnis haben, dann kann ein Wort, eine Handlung, ein Beitrag in einem Meeting oder auch nur eine Mimik oder Gestik dieser Person bei uns auslösen, dass wir negativ darauf reagieren.
Und dies kann sich dann verschlimmern, wenn wir mit dieser Kollegin oder dem Kollegen einen Konflikt am Arbeitsplatz haben.
Je länger dann dieser Konflikt ungelöst andauert, desto negativer wird dann auch unsere Reaktion darauf sein. Jedesmal wenn wir sie oder ihn sehen, hören oder wahrnehmen, dann löst dies Stresshormone in uns aus. Wie können wir dann mit dieser Person dauerhaft produktiv zusammenarbeiten, wenn wir das müssen? Wo bleibt dann die Synergie?
Ist es dies auf Dauer wirklich wert, dauerhaft weiterlaufen zu lassen?
Je höher dieser Druck, desto notwendiger wird es, diesen Konflikt am Arbeitsplatz positiv und dauerhaft zu lösen, damit es wieder etwas wird mit der Synergie und…mit positiven Hormonen in unserem Gehirn.
Herzliche Grüße
Rochus-Marian Eder
Verständnisbrückenbauer bei Konflikten am Arbeitsplatz